Idealbild einer gesunden Katze...
...wir nehmen ein von der Muttermilch entwöhntes und mit allem was Katze so wissen muss ausgestattetes Katzenkind und setzen es in der Wildnis aus.
Es wird sich, seinem Instinkt folgend, mit Mäusen, Vögeln, anderen Kleintieren, Spinnen, Würmern, Heuschrecken und anderen Insekten und ab und zu vielleicht mal mit dem ein oder anderen Kräutlein ernähren.
Es wird etwa 10-15 Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen.
Gehen wir davon aus, dass die Futtertiere gesund sind, wird diese Katze ungefähr 20 Jahre alt, hat strahlende Augen, ein glänzendes Fell und ist bis zu ihrem Ableben an Altersschwäche „pumperlgsund“.
Sehen wir uns an was unsere Katzen im Allgemeinen bekommen:
Mäuse und Vögel sind gestrichen.... Insekten.. igitt, wer macht denn sowas? Vielleicht hat die Katze viel Glück und erwischt mal eine Fliege oder eine Spinne....
Wir ernähren unsere Katzen mit Abfällen, die die Futtermittelindustrie mit „Premiumfutter“ betitelt. In der Werbung wird uns suggeriert, dass diese Ernährung das Beste ist, was wir für unsere Katze tun können, liebevoll mit Petersilie garniert ist Whiskas und Co. doch sooo appetitlich...
Selbst wenn wir mal Schlachtabfälle mit Hormon- und Antibiotikarückständen,, Klauen, Federn, Wolle, verendete Haustiere, Hühnerfüße und Kämme, Frittieröl, Hörner, Sekrete und vieles andere mehr (in der Deklaration „Tierische Nebenerzeugnisse“ genannt) als katzentauglich ansehen könnten, so wäre diese Nahrung immer noch durch Kochen denaturiert.
Katzen sind reine Fleischfresser (Carnivoren). Sie können Getreide nicht verdauen. In den meisten Katzenfuttersorten ist aber massenweise Getreide (bis zu 80%) enthalten. Dazu kommen noch die „Pflanzlichen Nebenprodukte“ wie: Abgelaufene Lebensmittel, Schalen von Getreidearten, genmanipulierter Mais, Gemüse mit Verpackung, Füllstoffe wie Zuckerrübenschnitzel usw.
Trockenfutter ist für Katzen fast gänzlich ungeeignet, weil sie schlicht und einfach zu wenig trinken. Sie müssten die 4fache Menge des Futters an Wasser aufnehmen, was keine Katze tut. Die häufigste Todesursache bei Katzen ist Nierenversagen.... die Folge ständiger Dehydrierung.
Das Gerücht, dass Trockenfutter gut für die Reinigung der Zähne ist, hält sich seit Jahren hartnäckig. Das Gegenteil ist der Fall. Das Zeug klebt an und in den Zähnen und verursacht Zahnstein.
Zucker im Katzenfutter ist ein reiner Geschmacksverstärker. Die Katze hat keine Geschmacksknospen für süß. Sie merkt es nicht, aber es schadet ihren Zähnen und ihrem Organismus.
Wie sieht nun also eine artgerechte Ernährung unserer Wohnungskatzen aus:
Schauen wir uns einmal die Zusammensetzung einer Maus an:
70% Wasser
15% hochwertige Proteine aus Fleisch
10% Fett
1-2% Kohlenhydrate
Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Ballaststoffe (genau in der richtigen Zusammensetzung)
Es gibt wenig industriell gefertigte Nahrung, die auch nur annähernd so zusammengesetzt ist.
Da die Nahrung gekocht ist, werden die meisten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zerstört und danach synthetische Ersatzstoffe wieder zugeführt.
Sie könnten ihre Katze mit Mäusen und Eintagsküken ernähren. Diese gibt es eingefroren im Zoohandel zu kaufen. Allerdings würde das ihren Geldbeutel ziemlich stark strapazieren...
Aber es spricht sicher nichts dagegen, seine Katze ab und zu mit diesen Leckerbissen zu verwöhnen.
Ansonsten ist BARF das Zauberwort... Biologische, artgerechte, rohe Fütterung
Dazu gibt es im Internet ein paar sehr gute Abhandlungen und auch Foren, in denen man sich eingehend informieren kann.
Hier z.B. http://blaue-samtpfote.de/barf/barf.html
Es ist allerdings nicht leicht, eine Katze die jahrelang mit Dosenfutter und Trockenfutter ernährt wurde, auf Frischfleisch umzustellen. Des weiteren braucht man eine Menge Kenntnisse über Zusatzstoffe. Nur rohes Fleisch alleine ist nicht genug.
Dazu kommt, dass die Lagerhaltung etwas schwierig ist. Ich habe nicht genug Platz in meiner Kühltruhe um meine Katzen ausschließlich mit rohem Fleisch zu ernähren.
Als Züchter hat man noch das Problem, dass nicht jeder mit Rohfütterung zurechtkommt. Eine Katze vom Züchter sollte ALLES fressen, damit der zukünftige Besitzer selbst entscheiden kann, was er der Katze füttert.
Ich habe für mich den „goldenen Mittelweg“ gefunden:
Hochwertiges Nassfutter, kleine Mengen hochwertiges Trockenfutter und zusätzliche Gaben von Frischfleisch, Leber, Herz und Sahnequark.
Was genau ist jetzt hochwertiges Futter?
Trockenfutter* ist schnell abgehandelt...
Es gibt ein paar Futtersorten, alle nur übers Internet erhältlich, die kein, bis sehr wenig Getreide und viel Fleisch enthalten:
Trockenfutter sollte immer nur als Leckerlie gereicht werden... oder mal zwischendurch bei längerer Abwesenheit.
Nassfutter*
habe ich eingeteilt in die Kategorien GUT und AKZEPTABEL
GUT
Alle Futtersorten enthalten weder tierische noch pflanzliche Nebenerzeugnisse, sehr wenig bis kein Getreide und keinen Zucker. Der Inhalt ist klar deklariert.
Hervorragende Zusatzfuttersorten (nicht jeden Tag füttern, da die Vitamin- und Mineralstoffversorgung nicht gewährleistet ist.)
AKZEPTABEL
Diese Futtersorten enthalten tierische Nebenerzeugnisse, aber keine pflanzlichen, wenig bis kein Getreide und keinen Zucker.
*Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt lediglich meine persönliche Meinung und Erfahrung wider.
Katzen sind mäkelig... Sie können sehr stur sein, wenn sie meinen etwas nicht fressen zu müssen. Wenn sie dann schnell etwas anderes bekommen, werden sie immer wieder diesen „Trick“ anwenden.
Meine Katzenkinder werden eine große Palette an Nassfutter und Frischfleisch kennen und dadurch hoffentlich nicht zu Mäkelkatzen werden.
Zusammenfassung:
Ein kleiner Tipp: Sollte ihre Katze einmal ein Medikament brauchen oder aus Krankheitsgründen nichts fressen, können sie ihr HIPP Biofleisch anbieten. Die Gläschen gibt es in den Sorten Pute, Hühnchen und Rind. Es handelt sich um pures Fleisch. Meine Katzen schlecken sich alle Pfötchen danach
Noch ein Wort zu Stiftung Warentest...
Beim letzten Katzenfutter-Test 2008 wurde IAMS Adult Huhn mit der Note 1,0 bewertet. Hier die Zusammensetzung:
Adult Huhn in Soße:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (>14% Huhn), Öle und Fette, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Mineralstoffe, Zucker
Die wirklich guten Futtersorten wurden nicht getestet. Kein weiterer Kommentar