Genetik
Gen S... Das Scheckungsgen
Weißscheckung hat viele Facetten. Vom kleinen Brustfleck bis zur fast weißen Katze ist alles möglich.
Bei Rassekatzen ist 1/3 bis 1/2 Weißanteil erwünscht.
Auch hier handelt es sich um weiße Flecken, also fehlende Pigmentierung, auf der Grundfarbe.
Gen S kann wie W, O und B nicht getragen werden. Man sieht es immer.
Durch Verpaarung von 2 S-Katzen wird der Weißanteil immer größer. Wie ein steigender Wasserspiegel geht die weiße Farbe von unten nach oben. Zuerst die Füße, der Bauch und die Brust, dann Nacken, Kinn, Flanken und über den Rücken, bis nur noch die Schwanzspitze und die Ohren eine andere Farbe haben.
Wenn sich die weissen Flecken so weit ausbreiten, dass nur noch ein Sechstel des Körpers farbig ist, bevorzugt am Kopf, Schwanz und höchstens ein paar kleinere Flächen an den Flanken, dann spricht man von der Harlekin-Zeichnung. Bleiben von der Grundfarbe nur noch zwei Flächen zwischen den Ohren und dem Schwanz von der Kruppe bis zur Spitze übrig, dann spricht man von der Van-Zeichnung.
Allerdings sollte man auch mit zuviel Weißscheckung vorsichtig sein.... Auch hier gibt es einen Zusammenhang mit Taubheit.
Der Gencode einer schwarz-weißen Katze sieht nun also so aus (es sind nur die Gene genannt, die wir bereits behandelt haben):
B- D- oo S- ww
Der Strich steht als Platzhalter, weil wir nicht wissen ob es BB, Bb (die Katze trägt chocolate), Dd (die Katze trägt Verdünnung) oder DD, oder Ss (ein Elternteil hat kein weiß) oder SS ist. Das kann man an den Nachkommen, am Stammbaum, oder durch einen Gentest feststellen...
und der Gencode einer „Glückskatze“ würde dann so aussehen:
B- D- Oo S- ww